Freitag, Oktober 09th, 2009 | Autor: admin

Die Schufa ist ein Kreditbüro, das Unternehmen vor Kreditausfällen schützt. Dazu gibt sie Auskünfte über die Kreditwürdigkeit an die entsprechenden Unternehmen weiter, die dann häufig über Vertragsschlüsse entscheiden. Den meisten Bürgern ist die Schufa ein Begriff. Viele wissen jedoch nicht, dass es häufig zu Fehlangaben kommt.

Die Bundesverbraucherschutzministerin, Ilse Aigner, hat in Berlin eine Studie vorgestellt, die sich mit dem Scoring der Schufa beschäftigt hat. Das Scoring zeigt wie kreditwürdig eine Person ist und entscheidet damit häufig über die Konditionen eines Darlehnens oder gar darüber, ob ein Vertrag überhaupt zustande kommt. Dieter Korczak vom Institut für Grundlagen- und Programmforschung lies zu Studienzwecken 100 Testpersonen Selbstauskünfte bei der Schufa einholen. Das Ergebins: Häufig tauchen in den Daten Kontonummern oder Kredite auf, die die Testpersonen nie abgesschlossen haben. „Es stellt sich die Frage, wie auf dieser Basis überhaupt zuverlässige Score-Werte zur Bonitätsbewertung von Verbrauchern ermittelt werden“, sagte hierzu die Bundesverbraucherschutzministerin.

Der Bundestag hat Vergangenen Mai ein Gesetz verabschiedet, das der Schufa vorschreibt, die Verbraucher in Zukunft detailliert aufzuklären, wie sich die Bewertung ihrer Kreditwürdigkeit zusammensetzt. Außerdem soll die sonst kostenpflichtige Selbstauskunft, für jeden einmal im Jahr kostenfrei angeboten werden. Zusätzlich sollen fehlerhafte Daten umgehend berichtigt werden.

Das neue Gesetz tritt jedoch erst im April nächsten Jahres in Kraft. Bis dahin fordert Ilse Aigner die Schufa auf „sofort zu handeln und die aufgezeigten Misstände schnellstens abzuschaffen.“ Schufa-Vorsitzender Rainer Neumann ruft hingegen die Bürger auf ihre Daten zu überprüfen.

Kategorie: Allgemein
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